Ihr liebt den Hass

Ihr liebt den Hass und wollt die Welt dran messen.
Ihr werft dem Tier im Menschen Futter hin,
Damit es wächst, das Tier tief in euch drin!
Das Tier im Menschen soll den Menschen fressen. …

Ihr wollt die Uhrenzeiger rückwärts drehen
Und glaubt, das ändere der Zeiten Lauf.
Dreht an der Uhr! Die Zeit hält niemand auf!
Nur eure Uhr wird nicht mehr richtig gehen. weiterlesen…

„Die Mauer war doch richtig“

„‚Warum haben die Leute sich das gefallen lassen?‘ ‚… warum haben die Leute nichts gegen den Mauerbau gemacht?“ [7] So fragt Fabian, Jahrgang 2002, bei einem Besuch in der Mauergedenkstätte Bernauer Straße. Diese Frage möchte Robert Rauh beantworten. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass es im August 1961 weder massenhaften Widerstand, noch Streiks oder nennenswerte öffentliche weiterlesen…

The Rhinoceros in the Room

Behringer und Hans sitzen in einem Café, als plötzlich ein Nashorn auftaucht. Behringer bleibt gelassen, bis ein zweites Nashorn erscheint und eine Katze tötet. Am folgenden Tag erscheint die Frau eines von Behringers Kollegen, verfolgt von einem Nashorn, in dem sie ihren Mann erkennt. Das Nashorn dringt ins Haus ein und zerstört die Treppe. Die Feuerwehr rettet die Menschen und Behringer besucht Hans, der sich gerade in ein Nashorn verwandelt weiterlesen…

Chanson vom Montag

Mascha Kaléko war Jüdin, Berlinerin, Dichterin. 1907 in Österreich-Ungarn geboren, kam sie zu Beginn des Ersten Weltkrieges mit ihrer Familie nach Deutschland. Ihren ersten großen literarischen Erfolg feierte sie mit dem „Lyrischen Stenogrammheft“ im literarischen Berlin der 1930er Jahre, bis die Nationalsozialisten ihr ein Schreibverbot auferlegten. Mascha Kaléko wanderte kurz vor der Reichspogromnacht 1938 in die USA aus weiterlesen…

Deus vult?

Das Gemetzel begann gegen Mittag. Von allen Seiten rückten die Angreifer vor. Vor sich die wuchtigen Verteidigungsanlagen der Stadt. Lange hatte es gebraucht, bis es so weit war. Aber jetzt lag die Stadt, lag der Sieg, lag ihr Ziel unmittelbar vor Augen. Der erste Belagerungsturm erreichte die Stadtmauer. weiterlesen…

Besagter Lenz ist da

Im August 1927 zieht Erich Kästner zieht nach Berlin. Hier schreibt er „Emil und die Detektive“ und „Fabian“. Hier wohnt er zunächst in einem preiswerten Pensionszimmer in der Prager Straße. In Wilmerdorf. Sein Schreibplatz ist das Café „Carlton“ am nahen Nürnberger Platz.

Zwei Jahre später floriert Kästners Schreibwerkstatt und er kann sich eine eigene Wohnung weiterlesen…

Le Volant

Henry Somerset, der 9. Duke of Beaufort, gibt an einem Nachmittag im Sommer 1873 in seinem Garten eine Party. Unter den Gästen sind auch einige britische Kolonialoffiziere. Sie haben ein Spiel aus der Kolonie mitgebracht. „Poona“ nennen sie es. Dazu brauchte man zwei einfache Schläger, einen Ball mit Federn und eine ausreichend große Rasenfläche. mehr weiterlesen…

Die Holländerinnen

Kris Kremers (21) und Lisanne Froon (22), zwei junge Frauen aus den Niederlanden reisen im Jahr 2014 nach Panama. Am 15. März startet ihre Reise und vierzehn Tage später kommen sie nach Boquete, einer kleinen Stadt im Landesinneren. Von dort brechen sie am 1. April zu einer Wanderung auf. Sie wollen den Pianista Trail gehen, weiterlesen…

Schön war sie von Angesicht

Die 13-jährige Mathilde lebte im Klosterstift Herfort: „Schön war sie von Angesicht, lieblich in ihrer Kindlichkeit, werkthätig, sittsam, demuthsvoll, freigebig und, zumal bei solcher Jugend, durch Gunst der himmlischen Gnade so hoher Lobsprüche werth, daß nichts darüber ging.“ Mathilde wurde um 896 geboren. Sie stammte aus hohem Adel, ihr Vater war Nachkomme des Sachsenherzogs Widukind. weiterlesen…