Chanson vom Montag

Mascha Kaléko war Jüdin, Berlinerin, Dichterin. 1907 in Österreich-Ungarn geboren, kam sie zu Beginn des Ersten Weltkrieges mit ihrer Familie nach Deutschland. Ihren ersten großen literarischen Erfolg feierte sie mit dem „Lyrischen Stenogrammheft“ im literarischen Berlin der 1930er Jahre, bis die Nationalsozialisten ihr ein Schreibverbot auferlegten. Mascha Kaléko wanderte kurz vor der Reichspogromnacht 1938 in die USA aus weiterlesen…

Deus vult?

Das Gemetzel begann gegen Mittag. Von allen Seiten rückten die Angreifer vor. Vor sich die wuchtigen Verteidigungsanlagen der Stadt. Lange hatte es gebraucht, bis es so weit war. Aber jetzt lag die Stadt, lag der Sieg, lag ihr Ziel unmittelbar vor Augen. Der erste Belagerungsturm erreichte die Stadtmauer. weiterlesen…

Besagter Lenz ist da

Im August 1927 zieht Erich Kästner zieht nach Berlin. Hier schreibt er „Emil und die Detektive“ und „Fabian“. Hier wohnt er zunächst in einem preiswerten Pensionszimmer in der Prager Straße. In Wilmerdorf. Sein Schreibplatz ist das Café „Carlton“ am nahen Nürnberger Platz.

Zwei Jahre später floriert Kästners Schreibwerkstatt und er kann sich eine eigene Wohnung weiterlesen…

Le Volant

Henry Somerset, der 9. Duke of Beaufort, gibt an einem Nachmittag im Sommer 1873 in seinem Garten eine Party. Unter den Gästen sind auch einige britische Kolonialoffiziere. Sie haben ein Spiel aus der Kolonie mitgebracht. „Poona“ nennen sie es. Dazu brauchte man zwei einfache Schläger, einen Ball mit Federn und eine ausreichend große Rasenfläche. mehr weiterlesen…

Die Holländerinnen

Kris Kremers (21) und Lisanne Froon (22), zwei junge Frauen aus den Niederlanden reisen im Jahr 2014 nach Panama. Am 15. März startet ihre Reise und vierzehn Tage später kommen sie nach Boquete, einer kleinen Stadt im Landesinneren. Von dort brechen sie am 1. April zu einer Wanderung auf. Sie wollen den Pianista Trail gehen, weiterlesen…

Schön war sie von Angesicht

Die 13-jährige Mathilde lebte im Klosterstift Herfort: „Schön war sie von Angesicht, lieblich in ihrer Kindlichkeit, werkthätig, sittsam, demuthsvoll, freigebig und, zumal bei solcher Jugend, durch Gunst der himmlischen Gnade so hoher Lobsprüche werth, daß nichts darüber ging.“ Mathilde wurde um 896 geboren. Sie stammte aus hohem Adel, ihr Vater war Nachkomme des Sachsenherzogs Widukind. weiterlesen…

Angekommen

„… actum in villa quae dicitur Quitilingaburg“, ausgefertigt in dem Ort, der Quitilingaburg genannt wird, so steht es unter einer Urkunde, die Heinrich I. am 22. April 922 schrieb. Es ist die erste urkundliche Erwähnung von Quedlinburg. Durch seine zentrale, verkehrsgünstige Lage im Ostfrankenreich und einen „kriegstüchtigen“ Burgberg wurde der Ort damals zur königlichen Pfalz weiterlesen…

Das Phantom des Alexander Wolf

Das Werk von Gaito Gasdanow (1903 – 1971) gehört zu den ungewöhnlichsten Stimmen der russischen Emigrantenliteratur. Geboren in Sankt Petersburg und aufgewachsen in Sibirien sowie der Ukraine, schloss er sich als Jugendlicher den Weißgardisten im Bürgerkrieg an und gelangte 1923 ins Exil nach Paris. Dort lebte er unter prekären Bedingungen und arbeitete als Nachtfahrer für weiterlesen…